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Zitate aus Walter Fuchs, Zeitschrift Klang und Ton, Europas großes Lautsprecher-Selbstbau-Magazin, 15. Jahrgang, 2/00 Seite 18 ff:
und was ich dazu meine.
"je niedriger der Ausgangswiderstand der Tonquelle und je niedriger der Eingangswiderstand des nachfolgenden Verstärkers, um so geringer sind die elektrisch nachweisbaren Fehler"
Richtig ist ein hochohmiger Eingangswiderstand.
"An dieser Stelle müssen wir die geraden Pfade der Physik verlassen, da nicht alle tonalen Eigenschaften von Kabeln auf derartige simple Art und Weise zu erklären sind"
Es muß ja auch Platz bleiben für Hokuspokus, sonst wären die Preise der Kabel nicht zu erklären.
"Gründe, die den Klang des Kabels ausmachen"
Ich habe mal ein Kabel wie eine Gitarrensaite angezupft. Ein schlechter Klang!
"Beim koaxialen Kabel bewegt sich der Signalfluß sowohl auf dem Innenleiter als auch auf der Abschirmung"
Innen oder außen auf dem Mantel? Außen ist das gar nicht gut. Innen ist das ja normal.
"Würden sich diese Komponenten (L und C) tatsächlich gegenseitig aufheben, so hätten wir ein ideales Kabel. Leider stimmt diese Kompensation nur für eine einzige Frequenz"
Das ist eine merkwürdige Auffassung.
"Bewegen sich nun auf einem Kabel zwei verschieden große Signale, ..., so ist es durchaus denkbar, dass die Selbstinduktionsströme des großen Signals (Bassdrum) die Ströme des kleinen Signals (Violine) beeinflussen oder maskieren"
Da wird eine Modulation vermutet. Mischen werden sich Signale nur an Nichtlinearitäten. Die "Selbstinduktivitäten" des Kabels sind sicher linear, wenn nicht gerade Klingeldraht verwendet wird, bei dem die Adern mechanisch mit dem Baß flattern.
"In Ermangelung anderer Thesen haben einige Leute die Spielregeln der Hochfrequenztechnik rigoros auf die Niederfrequenztechnik angewandt."
Das ist sooo verkehrt nicht!
"Die Abstrusitäten, die dort gesponnen werden, finden ihr Ende bei denjenigen Hardlinern, die sogar Lautsprecherkabel mit konstantem Wellenwiderstand haben wollen."
Jawoll, das wäre es! Im Ernst: Hochfrequenztechnik und Niederfrequenztechnik funktionieren nach gleichen Spielregeln der Physik. Wenn es in der Praxis manchmal anders scheint, so liegt das an Vereinfachungen der Spielregeln, was in gewissen Grenzen auch in Ordnung ist. Es ist nicht klug, so viel Geld für Kabel auszugeben, solange Lautsprecher (und Weichen) als schwächstes Glied in der Kette derartig Frequenzgang und Phase verzerren und einen hohen Klirrfaktor haben. Die größte Reserve liegt hier.